Gartengestaltung aus unserer Sicht

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Gartengestaltung im Ferienhaus

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in Thema, das uns sehr oft beschäftigt ist die Gartengestaltung in unserem Ferienhaus. Nicht umsonst heißt es „das Bessere ist des Guten Feind“ – genauso ist es bei uns auch. Als wir das Casa Delano gekauft haben, war es – wie schon mehrfach erwähnt – in einem Topzustand, innen und außen. Mit den Jahren ändert sich das natürlich, Reparaturen werden nötig, weil die Substanz nachlässt, Pflanzen werden zu groß oder stellen sich als unpassend heraus. Und ganz oft ist der Grund für ein „Projekt“ einfach, dass man einen weiteren Schritt in Richtung Idealvorstellung machen möchte. Irgendwann soll das Ziel, das man vor dem inneren Auge hat, erreicht werden.

Gartengestaltung im Ferienhaus

So kommt es, dass der Garten des Casa Delano aus 2011 nicht mehr viel mit dem heutigen Garten zu tun hat. Unser Geschmack ist ein anderer als der unserer Vorgänger: der Garten war sehr gepflegt und liebevoll angelegt, viele Kakteen, blühende Sträucher, Topfpflanzen, Gartendekoration usw. Unserem Geschmack entsprechen eher tropische oder mediterrane Pflanzen, große Töpfe, ausgewählte Blüher. Wir hätten z. B. nichts gegen einen eindrucksvollen Olivenbaum, majestätische Dattelpalmen, saftig grüne Bananenstauden, leuchtende Bougainvillea, Agaven und einen Garten voller Zitrusbäume. Wenn da nur das Wörtchen „wenn“ nicht wäre. Jetzt ist ja nun leider so, dass das Casa Delano nicht den allergrößten Garten hat und unsere Wünsche nur schwer oder gar nicht umzusetzen sind.

Viele Pflanzen brauchen sehr viel Platz, den sie sich, wenn er nicht zur Verfügung steht, trotzdem nehmen und in der Folge Schäden anrichten. Alles wirkt zu gedrungen und eines Tages steht man vor dem Problem, dass die Pflanze weg muss. Da hat man die Rechnung meistens aber ohne die grünen Diven gemacht. Denn sind sie einmal da, dann für immer. Entsprechend krallt sich auch die letzte Wurzel hartnäckig in die trockene Erde und man hat am Ende garantiert sehr viel Schweiß vergossen und leidet an Rückenschmerzen oder ähnlichem. Unsere bisherige Erfahrung in spanischen Gärten lautet folgendermaßen „do kohsch au än Bäsa eigrabe, der däd au no wachsa“. Spanien scheint also das Land für Hobbygärtner zu sein, auch gut erkennbar an den vielen Gartencentern.

Zurück zum Thema … Der Garten hat also nicht unserem persönlichen Geschmack entsprochen, zahlreiche Pflanzversuche sind aus diversen Gründen (zu wenig Platz, zu viele Blätter und Blüten die abfallen, zu viel „wucher“) gescheitert. Das Ding entwickelt sich ja schon halb zur Tragödie: „…koi oinzigs Mol änder I no was an dem Garda“, „emmer der scheiß Müll iberall“, „Säck voll Gruscht transpordiera mir ab“, „des hat doch älles koin Wert“.

Unser Traumgarten soll luftig und hell, an den richtigen Stellen schattig, duftend, voller essbarer Früchte, schön, tropisch und mediterran sein. Man traut sich kaum noch, darüber nachzudenken, dass der Wunschgarten auch noch möglichst schädlingsresistent, wassersparend (eine Bananenstaude braucht 100 l Wasser pro Woche und den perfekten Standort, um Bananen zu tragen) und vor allem cool sein soll. Die buchstäblich eierlegende Wollmilchsau.

Der Schlachtplan „Gartengestaltung“

Na gut, die Sache muss also erstmal anders angegangen werden. Man braucht einen Schlachtplan zur richtigen Gartengestaltung. Schritt eins: herausfinden, was man wirklich will, Prioritäten setzen, Liste führen. Sehr hilfreich ist uns hierbei immer wieder die Plattform Pinterest: wir sammeln und verwerfen Ideen, bis sich ein Stil herauskristallisiert und man dem auf diese Weise erarbeiteten Konzept folgen kann.

Wir haben uns gefragt, wer die wahren Gärtnermeister auf kleinem Raum sind. Zunächst sind wir natürlich auf die Patios in Spanien und die Carmen-Gärten in Granada gestoßen. Dann sind uns die nordafrikanischen „Patios“ also die Riads in Marrakesch eingefallen – Treffer! Dieser Stil entspricht dem, was wir uns vorstellen, die Pflanzen passen in unser tropisch mediterranes Schema und man kann sich Inspiration für Gärten auf kleinem Raum holen.

Auf unserer Liste steht jetzt:

  • Palme
  • Orangenbaum
  • Zitronenbaum
  • Blutorangenbaum
  • Nachtjasmin
  • Agave
  • Aloevera
  • Bougainvillea
  • Schwiegermuttersitz
  • Elefantenohr
  • Lavendel
  • Thymian
  • Schusterpalme

Alles gemäß den „Regeln“ für einen mediterranen Garten: duftende Kräuter, schattenspendende Pflanzen, Obstbäume und Steingartenpflanzen, für jede Himmelsrichtung die passende „Pflanzenwelt“, abgestimmt auf Sonne und Schatten.

Der Aufmerksame Leser bemerkt sofort, dass auch hier „große“ Pflanzen sind, die Platz brauchen. Korrekt. Allerdings hat man z. B. bei Zitrusbäumen (die sehr beliebte Pflanzen in Riads sind) die Möglichkeit, die Krone durch einen Schnitt an die Platzverhältnisse anzupassen. Der Stamm ist ohnehin „schlank“. Anders ist es mit Pflanzen wie z. B. Bougainvillea: die Pflanze rankt, wird sehr groß und hat wunderschöne Blüten. Genau diesen Farbtupfer im restlichen Grün wollen wir haben! Die Lösung: den Strauch in eine große Terrakotta-Amphore packen und sehen, was daraus wird. Auf den Bildern, die wir gesehen haben, scheint das tadellos zu funktionieren.

Bei der Auswahl, die wir getroffen haben, fällt auch auf, dass die Pflanzen wenig „unkontrollierbaren“ Müll machen. Palmen (die auch im Topf leben sollen oder eine Zwergpalme eventuell), Zitrusbäume etc. sind immergrüne Pflanzen, die wenig Blätter und Blüten abwerfen. Kakteen, Agaven und Aloen (auch das sollen Topfpflanzen werden) sind zum einen „wassersparsam“ und zum anderen ebenfalls „müllsparend“. Der einzige Ausreißer aus dem Schema, den wir uns erlauben, sind der Nachtjasmin und die Bougainvillea (im Topf), die durch die Blüten natürlich etwas mehr Müll machen. Was soll’s …

Mit den Pflanzen, die wir bereits haben (strelizia reginae, strelizia augusta, calla, Königinnenpalme, Orangenbaum, Agaven und Jasmin) ergibt sich hoffentlich ein stimmiges, paradiesisches und zeitloses Bild, das mit der Zeit Patina ansetzt und so erst zum wahren Schatz wird (reichlich poetisch, aber wir haben einfach eine Schwäche für schöne Gärten und schöne Gestaltung). Irgendwann in der Zukunft sehen wir uns also unter einem knorrigen Zitronenbaum neben einem üppigen Lavendelbusch sitzen, mit Blick auf den Brunnen und die grünen Zitrusbäume voller leuchtend orangener Früchte.

Als kleines Extra, das in keinem Riad und in keinem Patio fehlen darf, haben wir einen wunderschönen arabischen Wandbrunnen ausgesucht! Dieser soll ein echtes Highlight im Garten werden und mit der restlichen Gestaltung harmonieren.

Und jetzt: auf die Spaten, fertig, los!

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